Fotografie
Was kostet eine Website für Fotografen? Alle Kosten im Überblick
Baukasten, WordPress oder Webdesigner: Wir rechnen die einmaligen und die laufenden Kosten ehrlich durch und zeigen, was am Anfang wirklich nötig ist.

Kurz gesagt: Wer eine Fotografen-Website selbst mit einem Baukasten baut, zahlt meist zwischen 10 und 30 Euro im Monat und investiert dafür einige Wochenenden Arbeit. Eine schlanke, professionell erstellte Website beginnt häufig bei etwa 1.000 bis 3.500 Euro; individuelle Projekte mit Buchungsstrecke, Kundengalerien und eigenem Design liegen deutlich darüber. Dazu kommen laufend rund 5 bis 40 Euro im Monat für Domain, Hosting und Wartung. Die teuerste Position steht dabei in keinem Angebot: die eigene Zeit.
Alle Zahlen sind Bandbreiten, keine Angebote. Die Spannen stammen aus öffentlich einsehbaren Anbieterpreisen und aus dem, was Dienstleister in Gesprächen berichten. Was du zahlst, hängt von Umfang, Region und Anspruch ab. Hol dir immer ein eigenes Angebot ein.
Warum die Frage so schwer zu beantworten ist
„Website für Fotografen“ kann alles heißen: eine einzige Seite mit zwölf Bildern und einer E-Mail-Adresse — oder ein Auftritt mit Kundengalerien, Passwortschutz, Blog, Preisrechner und Terminbuchung. Zwischen diesen beiden Enden liegt der Faktor zwanzig. Deshalb hilft keine einzelne Zahl weiter, sondern nur eine saubere Trennung in drei Töpfe:
- Einmalige Kosten: alles, was du zum Start bezahlst.
- Laufende Kosten: alles, was jeden Monat oder jedes Jahr wiederkommt.
- Zeitkosten: die Stunden, die du nicht fotografierst, weil du an der Website sitzt.
Der dritte Topf wird fast immer vergessen — und er entscheidet in den ersten zwölf Monaten am meisten. Wer sich als Fotograf gerade selbstständig macht, hat selten zu viel Geld, aber fast immer zu wenig Zeit.
Einmalige Kosten: was beim Start anfällt
Diese Posten zahlst du einmal, bevor die Seite online geht. Nicht jeder Posten trifft auf dich zu — die Liste ist eine Checkliste, keine Rechnung.
| Posten | Typische Spanne | Kann man weglassen? |
|---|---|---|
| Konzept und Struktur (welche Seiten, welche Reihenfolge) | 0 – 800 € | Ja, wenn du dich selbst hinsetzt |
| Design und Umsetzung | 0 – 6.000 €+ | Bei Baukasten oder fertigem Theme entfällt der Posten weitgehend |
| Texte schreiben lassen | 0 – 1.200 € | Ja — aber selbst geschriebene Texte klingen oft persönlicher |
| Logo und Bildmarke | 0 – 900 € | Am Anfang ja: ein sauber gesetzter Namenszug reicht |
| Eigene Bilder für die Seite (Porträt von dir) | 0 – 300 € | Nein — ein Bild von dir gehört auf jede Fotografen-Website |
| Rechtstexte (Impressum, Datenschutz, AGB) | 0 – 600 € | Der Text nicht, die Beauftragung schon |
| Einrichtung, Umzug, Weiterleitungen | 0 – 400 € | Nur relevant bei einem Wechsel |
Laufende Kosten: was jeden Monat wiederkommt
Diese Posten übersehen viele beim ersten Angebot. Sie sind einzeln klein und in Summe der Grund, warum eine Website nach zwei Jahren doppelt so viel gekostet hat wie gedacht.
| Posten | Typische Spanne | Anmerkung |
|---|---|---|
| .de-Domain | 0,50 – 2 € / Monat | Oft im Hostingpaket enthalten |
| Hosting | 3 – 25 € / Monat | Für Bildergalerien lieber nicht das billigste Paket |
| Baukasten-Abo (statt Hosting) | 10 – 30 € / Monat | Enthält Technik, Updates und Sicherheit |
| E-Mail-Adresse mit eigener Domain | 0 – 5 € / Monat | Wirkt professioneller als eine Freemail-Adresse |
| Kostenpflichtige Themes und Plugins | 0 – 20 € / Monat | Bei WordPress schnell mehr als gedacht |
| Galerie- oder Auslieferungsdienst für Kundenbilder | 8 – 40 € / Monat | Für viele Fotografen der wichtigste laufende Posten |
| Wartung, Updates, Sicherung | 0 – 80 € / Monat | Selbst machen kostet Zeit statt Geld |
| SSL-Zertifikat | meist 0 € | Ist heute fast überall enthalten |
Merksatz: Die laufenden Kosten sind die wahren Kosten. Eine Website, die 3.000 Euro gekostet hat und danach nie gepflegt wird, ist nach zwei Jahren schlechter als ein gepflegtes Profil, das nichts gekostet hat.
Die vier Wege im Kostenvergleich
Es gibt nicht „die“ Website, sondern vier grundsätzlich verschiedene Wege dorthin. Jeder verschiebt Geld gegen Zeit — oder umgekehrt.
| Weg | Einmalig | Laufend | Dein Zeitaufwand | Passt, wenn … |
|---|---|---|---|---|
| Baukasten selbst (Wix, Squarespace, Jimdo …) | 0 € | 10 – 30 € / Monat | 20 – 60 Stunden | du gestalten magst und Geduld hast |
| WordPress selbst mit gekauftem Theme | 50 – 300 € | 8 – 40 € / Monat | 40 – 120 Stunden | du technisch neugierig bist |
| Freelancer / Webdesignerin | 800 – 4.000 € | 10 – 60 € / Monat | 10 – 25 Stunden Zuarbeit | du ein klares Angebot und Budget hast |
| Agentur | 3.000 – 15.000 €+ | 40 – 200 € / Monat | 15 – 40 Stunden Zuarbeit | du wächst und Marke aufbaust |
Welcher Weg zu dir passt, hängt weniger vom Budget ab als von der Phase, in der du steckst. Die Entscheidung im Detail haben wir hier durchgespielt: Website selbst bauen, Baukasten nehmen oder erstellen lassen?. Welcher Baukasten zu Bildseiten passt und woran du das in zehn Minuten selbst prüfst, steht in Website-Baukästen für Fotografen.
Drei Beispielbudgets
Budget A: „Ich starte gerade“ — etwa 0 bis 300 Euro im ersten Jahr
Ein kostenloses Anbieterprofil auf einer Plattform, auf der Kunden ohnehin nach Fotografen suchen, dazu ein Google-Unternehmensprofil und eine sauber gepflegte Instagram-Seite. Keine eigene Domain, kein Hosting, keine Wartung. Du investierst zwei Nachmittage statt zwei Monatsmieten. Diese Variante hat einen echten Nachteil: Dir gehört die Präsenz nicht. Für die ersten Aufträge ist das trotzdem oft der schnellste Weg.
Budget B: „Ich habe erste Kunden“ — etwa 300 bis 900 Euro im ersten Jahr
Eigene Domain, ein Baukasten-Abo, ein gekauftes Vorlagen-Design, Texte selbst geschrieben, Rechtstexte über einen Generator und einmal anwaltlich gegengelesen. Dazu weiterhin das Profil und das Google-Unternehmensprofil, weil beide dich in Suchergebnisse bringen, in die eine neue Domain noch lange nicht kommt.
Budget C: „Ich lebe davon“ — etwa 2.000 bis 6.000 Euro im ersten Jahr
Individuelle Umsetzung durch eine Freelancerin, eigene Bildsprache, ordentliche Kundengalerien, Blog für regionale Sichtbarkeit, Wartungsvertrag. Ab hier lohnt sich der Aufwand, weil du genug Anfragen hast, dass ein Prozent mehr Abschlussquote messbar Geld ist.
Was ist wirklich nötig — und was kann warten?
Aus vielen Gesprächen mit Dienstleistern lässt sich eine ziemlich stabile Reihenfolge ableiten. Sie gilt nicht für jeden, aber sie ist ein guter Ausgangspunkt.
- Sofort nötig: ein paar wirklich gute Bilder, eine erreichbare Kontaktmöglichkeit, eine klare Aussage, wen du wo fotografierst, und ein Ort im Netz, den Google findet.
- Bald nötig: Preisorientierung, Bewertungen, eine Seite über dich.
- Kann warten: eigenes Logo, animierte Startseite, Blog, Onlineshop für Prints, Buchungskalender, mehrsprachige Fassung.
Was davon auf eine Seite gehört und in welcher Reihenfolge, steht hier: Was auf die Website eines Hochzeitsfotografen gehört. Wenn du direkt loslegen willst, hilft dir die Schritt-für-Schritt-Checkliste.
Die drei teuersten Fehler
- Zuerst das Design, dann die Frage nach Kunden. Eine schöne Website ohne Besucher ist ein teures Portfolio für die eigene Familie. Sichtbarkeit kommt nicht durch das Onlinestellen, sondern durch Suchmaschinenoptimierung, Bewertungen und Präsenz dort, wo gesucht wird.
- Ein Angebot ohne Leistungsverzeichnis annehmen. „Website ab 1.490 €“ sagt nichts, solange nicht drinsteht, wie viele Unterseiten, wer die Texte schreibt und wer nach dem Start die Updates macht.
- Die Bilder nicht komprimieren. Fotografen laden gern 8-Megabyte-Dateien hoch. Auf dem Handy im Funkloch ist die Seite dann tot — und Google bewertet genau das.
Was kostet eine Website für Hochzeitsfotografen?
Im Kern dasselbe. Zwei Posten kommen bei Hochzeiten häufiger dazu: erstens Kundengalerien mit Passwortschutz, weil Paare ihre Bilder herunterladen und teilen wollen — das sind je nach Anbieter 8 bis 40 Euro im Monat. Zweitens mehr Bildmenge, also größere Speicherpakete. Dafür brauchen Hochzeitsfotografen selten einen Shop.
Der wichtigere Unterschied ist nicht technisch, sondern zeitlich: Paare buchen oft ein Jahr im Voraus und vergleichen fünf bis zehn Anbieter. Wer erst nach der Websiteentwicklung sichtbar wird, verliert eine ganze Saison. Deshalb ist es sinnvoll, die Sichtbarkeit vor die Website zu ziehen und nicht umgekehrt.
Kein Ersatz für Rechtsberatung. Dieser Abschnitt fasst zusammen, worüber du dir Gedanken machen solltest. Was in deinem Fall gilt, hängt von Rechtsform, Angebot und Arbeitsweise ab. Im Zweifel lässt du deine Pflichtangaben von einer Anwältin, einem Anwalt oder bei IHK beziehungsweise Handwerkskammer prüfen.
Ein Punkt, der Geld kosten kann, wenn man ihn falsch macht: Was auf einer geschäftlichen Website an Pflichtangaben stehen muss und welche Bilder du überhaupt zeigen darfst, steht in Impressum, Datenschutz und Bildrechte.
Häufige Fragen
Was kostet eine einfache Website für Fotografen?
Mit einem Baukasten und eigener Arbeit landest du im ersten Jahr meist bei 150 bis 400 Euro, weil Domain und Abo die einzigen Geldposten sind. Lässt du dieselbe schlanke Seite bauen, beginnen die Angebote häufig bei etwa 1.000 Euro.
Was kostet eine Website monatlich?
Rechne mit 5 bis 40 Euro im Monat für Domain, Hosting und E-Mail. Ein Baukasten-Abo liegt eher bei 10 bis 30 Euro, deckt dafür Technik und Updates ab. Kommt eine Kundengalerie dazu, plane weitere 8 bis 40 Euro ein.
Lohnt sich ein Webdesigner für Fotografen?
Er lohnt sich, wenn du bereits regelmäßig Anfragen hast und dein Angebot steht. Solange du noch ausprobierst, wen du fotografieren willst, zahlst du für ein Design, das du in sechs Monaten wieder änderst. Wann sich eine eigene Website wirklich lohnt, haben wir gesondert aufgeschrieben.
Was kostet eine Domain für Fotografen?
Eine .de-Domain kostet üblicherweise 6 bis 20 Euro im Jahr. Teurer wird es nur, wenn der Wunschname bereits vergeben ist und einem Händler gehört.
Gibt es kostenlose Alternativen zur eigenen Website?
Ja — ein Google-Unternehmensprofil und ein Anbieterprofil auf einer Plattform sind beide kostenlos möglich und bringen dich in Suchergebnisse. Sie ersetzen eine eigene Website nicht dauerhaft, aber sie machen dich sofort auffindbar. Mehr dazu in Google-Unternehmensprofil für Fotografen.
Sollte ich meine Preise auf der Website nennen?
In den meisten Fällen ja, zumindest als Startpreis. Warum das die Zahl der Anfragen senkt und die Qualität hebt, steht in Preise auf der Website zeigen.
Passende Dienstleister finden
Profile vergleichen und direkt beim gewünschten Dienstleister anfragen.


