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Fotografie

Google-Unternehmensprofil für Fotografen einrichten

Schritt für Schritt eingerichtet: Kategorien, Einzugsgebiet ohne eigene Adresse, Fotos, Rezensionen — und die Fehler, die Sichtbarkeit kosten.

Von Event ABC31.08.20265 Min. Lesezeit
Google-Unternehmensprofil für Fotografen einrichten

Kurz gesagt: Das Google-Unternehmensprofil ist für Fotografen der schnellste kostenlose Weg in lokale Suchergebnisse und in Google Maps. Es ist besonders wertvoll, wenn du noch keine eigene Website hast oder deine Website neu ist — denn es braucht keine Monate, um sichtbar zu werden. Wichtig sind vollständige Angaben, gute Fotos und echte Rezensionen.

Warum sich das gerade für Fotografen lohnt

Wer „Hochzeitsfotograf in der Nähe“ sucht, bekommt meist zuerst eine Kartenansicht mit drei Einträgen zu sehen — lange bevor die erste normale Suchtrefferliste beginnt. In diesem Bereich stehen Unternehmensprofile, keine Websites. Eine neue Domain hat dort keine Chance; ein gepflegtes Profil schon.

Dazu kommt: Deine Ware ist sichtbar. Ein Profil mit dreißig eigenen Bildern wirkt in der Kartenansicht völlig anders als eines mit einem Logo.

Schritt 1: Profil anlegen oder beanspruchen

Prüfe zuerst, ob es dich schon gibt — Einträge entstehen manchmal automatisch. Suche deinen Firmennamen zusammen mit dem Ort. Findest du einen Eintrag, beanspruche ihn, statt einen zweiten anzulegen. Doppelte Einträge sind der häufigste Fehler und schaden, weil sich Bewertungen und Signale aufteilen.

Die Bestätigung läuft je nach Fall über Postkarte, Telefon, E-Mail oder Video. Bei Dienstleistern ohne Ladenlokal ist das Video die häufigste Variante — plane dafür eine ruhige halbe Stunde ein.

Schritt 2: Die Kategorie richtig wählen

Die Hauptkategorie ist die wichtigste einzelne Einstellung im ganzen Profil. Sie entscheidet, bei welchen Suchen du überhaupt in Frage kommst.

  • Hauptkategorie: das, womit du dein Geld verdienst — zum Beispiel „Hochzeitsfotograf“, nicht das allgemeine „Fotograf“.
  • Weitere Kategorien: zwei bis vier, die wirklich passen. Nicht zehn — unscharfe Profile werden seltener angezeigt.

Schritt 3: Adresse oder Einzugsgebiet?

Der Punkt, an dem viele Fotografen unsicher werden, weil sie von zu Hause aus arbeiten.

  • Kein Ladenlokal, keine Kunden bei dir: Adresse ausblenden und stattdessen ein Einzugsgebiet angeben — die Orte und Landkreise, in denen du arbeitest.
  • Studio, das Kunden besuchen: Adresse anzeigen und Öffnungszeiten pflegen.

Nicht tun: eine fremde oder erfundene Adresse eintragen, um in einer größeren Stadt zu erscheinen. Das ist ein Verstoß gegen die Richtlinien und kann zur Sperrung des Profils führen — mitsamt allen Bewertungen.

Schritt 4: Alles ausfüllen, wirklich alles

Vollständige Profile werden bevorzugt angezeigt. Der Aufwand ist einmalig.

Die Felder im Google-Unternehmensprofil
FeldWas hineingehörtHäufiger Fehler
FirmennameGenau der Name, unter dem du auftrittstSuchbegriffe anhängen („Fotograf Mainz günstig“) — verstößt gegen die Richtlinien
KategorieDie genaueste passendeDas allgemeine „Fotograf“ statt „Hochzeitsfotograf“
EinzugsgebietDie Orte, in denen du wirklich arbeitestHalb Deutschland
BeschreibungWen du fotografierst, wo, in welchem StilWerbefloskeln ohne Inhalt
LeistungenJede Leistung einzeln anlegenNur ein Sammeleintrag
WebsiteDeine Seite — oder dein AnbieterprofilFeld bleibt leer
TelefonNummer, die du auch abnimmstNur E-Mail
Fotos20 bis 40 eigene Bilder plus ein Bild von dirDrei Bilder und ein Logo

Wenn du noch keine Website hast: Trag im Feld „Website“ dein Anbieterprofil ein. Ein leeres Feld ist die schlechteste Variante — es fehlt der Weg vom Profil zu deinen Bildern und Leistungen.

Schritt 5: Fotos richtig einsetzen

Als Fotograf hast du hier einen Vorteil, den kaum jemand nutzt.

  • Lade 20 bis 40 eigene Bilder hoch, keine Stockfotos.
  • Ein Bild von dir gehört dazu — Menschen buchen Menschen.
  • Verkleinere auf etwa 2.000 Pixel lange Kante; Google rechnet ohnehin herunter.
  • Lade regelmäßig nach, nicht alles an einem Tag. Ein Profil, das sich bewegt, wirkt lebendig.
  • Achte auf Bildrechte: Auch hier brauchst du die Einwilligung der abgebildeten Personen. Siehe Impressum, Datenschutz und Bildrechte.

Schritt 6: Rezensionen

Rezensionen sind im lokalen Bereich einer der stärksten Faktoren — und der einzige, den du nicht selbst schreiben kannst.

  • Frag nach der Bildübergabe, nicht am Hochzeitstag.
  • Schick den direkten Bewertungslink mit; wer suchen muss, bewertet nicht.
  • Antworte auf jede Rezension, auch auf kurze. Das sehen künftige Kunden.
  • Bei Kritik: sachlich antworten, nichts richtigstellen wollen, eine Lösung anbieten.
  • Niemals kaufen oder tauschen. Gekaufte Bewertungen sind erkennbar und gefährden das Profil.

Eine Vorlage für die Bitte um eine Bewertung steht in Bewertungen als Fotograf sammeln.

Schritt 7: Pflege

Ein Profil, das nach dem Anlegen nie wieder angefasst wird, verliert. Setz dir eine monatliche Erinnerung für zehn Minuten:

  • zwei bis fünf neue Bilder hochladen,
  • auf neue Rezensionen antworten,
  • Fragen im Frage-Antwort-Bereich beantworten — auch die, die du selbst stellst und beantwortest, sofern sie ehrlich sind,
  • Leistungen aktualisieren, wenn sich dein Angebot ändert.

Die fünf häufigsten Fehler

  1. Zwei Profile für dasselbe Unternehmen. Teilt Bewertungen und Sichtbarkeit.
  2. Suchbegriffe im Firmennamen. Verstößt gegen die Richtlinien.
  3. Zu große Einzugsgebiete. Wer überall arbeitet, wird nirgends bevorzugt.
  4. Keine Fotos. Bei einem Fotografen besonders auffällig.
  5. Keine Verbindung zur eigenen Präsenz. Website- und Terminfelder leer.

Wie das Profil in die größere Sichtbarkeitsstrategie passt, steht in SEO für Fotografen. Weitere Kanäle für die ersten Aufträge: Als Hochzeitsfotograf Kunden gewinnen.

Häufige Fragen

Brauche ich eine Geschäftsadresse für das Google-Unternehmensprofil?

Nein. Wenn du zu deinen Kunden fährst und niemand dich zu Hause besucht, blendest du die Adresse aus und gibst stattdessen ein Einzugsgebiet an. Die Adresse musst du im Bestätigungsverfahren trotzdem angeben — sie wird dann nur nicht angezeigt.

Kann ich ein Google-Unternehmensprofil ohne Website haben?

Ja. Du kannst dort auch dein Anbieterprofil oder eine Social-Media-Seite verlinken. Ein Verweis auf Bilder und Leistungen sollte auf jeden Fall vorhanden sein.

Wie lange dauert es, bis das Profil sichtbar ist?

Nach erfolgreicher Bestätigung meist wenige Tage. Bis du bei umkämpften Suchen in den vorderen Kartenplätzen auftauchst, dauert es länger — dort entscheiden Nähe, Vollständigkeit und Rezensionen.

Darf ich Kundenbilder im Google-Profil zeigen?

Nur mit Einwilligung der abgebildeten Personen. Das gilt für das Google-Profil genauso wie für die eigene Website. Mehr dazu in Impressum, Datenschutz und Bildrechte.

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