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Fotografie

Website für Fotografen: selbst bauen, Baukasten oder Webdesigner?

Drei Wege, eine Entscheidung. Wir vergleichen Baukasten, WordPress und Webdesigner nach Zeit, Geld, Kontrolle und dem, was ein Wechsel später kostet.

Von Event ABC31.08.20264 Min. Lesezeit

Kurz gesagt: Wer wenig Geld und etwas Zeit hat, nimmt einen Baukasten. Wer technisch neugierig ist und die Seite über Jahre ausbauen will, nimmt WordPress. Wer schon regelmäßig Aufträge hat und seine Zeit lieber in Shootings steckt, beauftragt eine Webdesignerin. Die falsche Entscheidung ist selten der falsche Anbieter — sondern der falsche Zeitpunkt.

Die Frage hinter der Frage

„Selbst bauen oder machen lassen“ klingt nach einer Geldfrage. In Wahrheit tauschst du drei Dinge gegeneinander: Geld, Zeit und Kontrolle. Du kannst zwei davon optimieren, nie alle drei.

  • Baukasten: wenig Geld, mittel Zeit, wenig Kontrolle.
  • WordPress selbst: wenig Geld, viel Zeit, viel Kontrolle.
  • Webdesignerin: viel Geld, wenig Zeit, mittlere Kontrolle.

Was das in Euro bedeutet, steht in Was kostet eine Website für Fotografen?.

Weg 1: Baukasten

Du meldest dich an, wählst eine Vorlage, tauschst Bilder und Texte aus und bist an einem langen Wochenende online. Technik, Sicherheit, Updates und die mobile Darstellung erledigt der Anbieter.

Dafür spricht

  • Du bist schnell sichtbar und musst nichts installieren.
  • Die Kosten sind planbar: ein Betrag im Monat, sonst nichts.
  • Die Seite funktioniert auf dem Handy, ohne dass du dich darum kümmerst — und die meisten Paare schauen zuerst am Handy.

Dagegen spricht

  • Ein Umzug zu einem anderen System ist mühsam; Inhalte und Adressen lassen sich selten sauber mitnehmen.
  • Bei sehr vielen Bildern stößt du an Grenzen der Vorlagen.
  • Du zahlst dauerhaft — hörst du auf zu zahlen, ist die Seite weg.

Worauf du bei der Auswahl achten solltest, steht in Website-Baukästen für Fotografen.

Weg 2: WordPress selbst aufsetzen

Du buchst Hosting, installierst WordPress, kaufst ein Theme für Fotografen und richtest alles selbst ein. Der Weg mit der größten Freiheit — und der größten Rechnung in Stunden.

Dafür spricht

  • Dir gehört alles: Inhalte, Datenbank, Adressen. Umziehen geht jederzeit.
  • Für fast jede Anforderung gibt es eine Erweiterung — Kundengalerien, Buchungen, Shop.
  • Bei sauberer Umsetzung hast du die besten technischen Voraussetzungen für Google.

Dagegen spricht

  • Updates, Sicherungen und Sicherheit sind ab jetzt dein Job. Eine gehackte Fotografenseite ist kein theoretisches Risiko.
  • Die Kosten sind unübersichtlicher als gedacht: einzelne Erweiterungen kosten jährlich.
  • Realistisch gehen 40 bis 120 Stunden drauf, bevor die Seite gut ist.

Merksatz: WordPress ist nicht teuer. WordPress ist zeitintensiv. Rechne deine Stunden mit deinem eigenen Stundensatz — dann siehst du den echten Preis.

Weg 3: Webdesignerin oder Agentur

Du beschreibst dein Angebot, lieferst Bilder und Texte zu und bekommst eine fertige Seite. Für Freelancer liegen die Angebote für eine schlanke Fotografenseite häufig zwischen 800 und 4.000 Euro, Agenturen beginnen meist höher.

Woran du ein gutes Angebot erkennst

  • Es steht drin, wie viele Unterseiten enthalten sind.
  • Es steht drin, wer die Texte schreibt — das ist der häufigste Streitpunkt.
  • Es steht drin, wem die Domain gehört und wer Zugang zum Hosting hat.
  • Es steht drin, was nach dem Start passiert: Wer macht Updates, was kostet eine Änderung, wie lange dauert sie?
  • Es steht drin, ob Bildoptimierung und Ladezeit enthalten sind. Bei Fotografenseiten ist das der Punkt, an dem billige Umsetzungen scheitern.

Warnzeichen: ein Festpreis ohne Leistungsverzeichnis, ein Vertrag über 24 Monate, oder eine Domain, die auf den Namen der Agentur läuft. Letzteres kann dich beim Wechsel Wochen kosten.

Die Entscheidung in vier Fragen

Beantworte ehrlich. Die Mehrheit der Antworten zeigt deinen Weg.

Welcher Weg passt zu deiner Phase?
FrageBaukastenWordPressWebdesignerin
Wie viele Aufträge hast du im Monat?0 – 20 – 53 und mehr
Wie viele freie Stunden hast du pro Woche?3 – 58 und mehr1 – 2
Wie sicher ist dein Angebot schon?ändert sich nochändert sich nochsteht fest
Wie wichtig ist dir eigene Gestaltung?mittelhochhoch

Wenn du bei den ersten beiden Zeilen ganz links landest, ist die ehrlichste Antwort vielleicht: noch gar keine eigene Website. Warum das kein Rückschritt ist, steht in Brauchen Fotografen am Anfang eine eigene Website?.

Was auf jedem Weg gleich bleibt

Die Wahl des Systems entscheidet weniger, als viele denken. Was wirklich zählt, ist auf allen drei Wegen identisch:

  • Wenige, sehr gute Bilder statt großer Mengen — siehe Fotografen-Portfolio erstellen.
  • Ein klarer Satz, wen du wo fotografierst.
  • Eine Kontaktmöglichkeit, die man in drei Sekunden findet.
  • Ladezeit unter drei Sekunden am Handy.
  • Vollständige Pflichtangaben.

Die vollständige Liste steht in Was auf die Website eines Hochzeitsfotografen gehört.

Häufige Fragen

Ist WordPress oder ein Baukasten besser für Fotografen?

Für den Start ist ein Baukasten in den meisten Fällen die vernünftigere Wahl, weil du in Tagen statt Wochen sichtbar bist. WordPress lohnt sich, sobald du regelmäßig veröffentlichst, viele Unterseiten brauchst oder eigene Funktionen willst.

Was kostet ein Webdesigner für eine Fotografen-Website?

Freelancer nennen für eine schlanke Fotografenseite häufig 800 bis 4.000 Euro, Agenturen beginnen meist bei mehreren tausend Euro. Entscheidend ist nicht die Zahl, sondern was im Leistungsverzeichnis steht. Die Aufschlüsselung findest du in Was kostet eine Website für Fotografen?.

Kann ich später vom Baukasten zu WordPress wechseln?

Ja, aber es ist Arbeit. Bilder und Texte nimmst du mit, Design und Adressen meistens nicht. Wichtig ist, dass die Domain auf deinen Namen läuft — dann bleibt wenigstens deine Adresse erhalten und du kannst Weiterleitungen einrichten.

Brauche ich als Hochzeitsfotograf eine eigene Website oder reicht ein Profil?

Für die ersten Aufträge reicht ein gutes Profil in den meisten Fällen aus, weil Paare dort ohnehin suchen. Eine eigene Website wird wichtiger, sobald du eine Marke aufbaust und unabhängig von Plattformen gefunden werden willst.

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