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Fotografie

Was muss auf die Website eines Hochzeitsfotografen?

Zwölf Bausteine, die auf jede Hochzeitsfotografen-Website gehören, in der Reihenfolge, in der ein Paar sie liest — und drei, die man getrost weglassen kann.

Von Event ABC31.08.20265 Min. Lesezeit
Was muss auf die Website eines Hochzeitsfotografen?

Kurz gesagt: Ein Paar entscheidet in etwa dreißig Sekunden, ob es weiter liest. In dieser Zeit muss klar sein: Wer bist du, wen fotografierst du, wo, in welchem Stil — und was kostet das ungefähr? Alles Weitere baut darauf auf. Diese Liste geht die zwölf Bausteine in genau der Reihenfolge durch, in der sie gelesen werden.

1. Der erste Bildschirm: ein Bild und ein Satz

Ein starkes Bild, darüber oder darunter ein Satz, der die drei wichtigsten Fragen auf einmal beantwortet: „Hochzeitsreportagen im Rhein-Main-Gebiet — ruhig, dokumentarisch, ohne gestellte Posen.“

Was hier nicht hingehört: ein Begrüßungstext über die Schönheit der Liebe, eine Diashow mit acht Bildern, ein automatisch startendes Video. Alle drei kosten Ladezeit und sagen nichts.

2. Portfolio — wenige, sehr gute Bilder

Zwölf bis dreißig Bilder für die ganze Seite. Wichtiger als die Menge: Zeig vollständige Geschichten. Drei komplette Hochzeiten von morgens bis zum Tanz überzeugen mehr als hundert Einzelbilder, weil ein Paar sehen will, wie sein eigener Tag aussehen wird. Die Auswahlmethode steht in Fotografen-Portfolio erstellen.

3. Leistungen, konkret benannt

Paare suchen selten nach „Hochzeitsfotografie“, sondern nach dem, was sie brauchen:

  • Standesamt (zwei bis drei Stunden)
  • Freie Trauung
  • Ganztägige Reportage
  • Paarshooting vor der Hochzeit
  • After-Wedding-Shooting
  • Elopement oder Hochzeit zu zweit
  • Zweitfotograf oder Videobegleitung

Jede dieser Leistungen ist ein eigener Suchbegriff und verdient mittelfristig eine eigene Unterseite — siehe SEO für Fotografen.

4. Preisorientierung

Der am meisten diskutierte Punkt. Unsere Empfehlung: mindestens ein „ab“-Preis. Er reduziert die Zahl der Anfragen und hebt ihre Qualität — du sparst Zeit, die du sonst in Gespräche steckst, die am Budget scheitern. Die Argumente für beide Seiten stehen in Preise auf der Website zeigen.

5. Stil und Arbeitsweise

Beantworte, was Paare sich wirklich fragen und selten laut aussprechen: Wie viel wirst du dich einmischen? Stellst du Gruppenbilder auf? Bist du beim Getting-ready dabei? Wie viele Bilder bekommen wir, und wann? Wie sieht deine Bearbeitung aus — hell und farbig oder zurückhaltend? Diese fünf Antworten verhindern mehr Missverständnisse als jede AGB.

6. Über mich mit einem Bild von dir

Paare vergeben eine Vertrauensposition: Du bist den ganzen Tag dabei, in sehr privaten Momenten. Ein Gesicht und drei ehrliche Absätze wirken stärker als jedes Qualitätsversprechen. Und ja — auf einer Fotografen-Website fehlt erstaunlich oft ein Bild des Fotografen.

7. Echte Bewertungen

Zwei bis fünf konkrete Stimmen mit Vornamen und Monat schlagen zwanzig anonyme Sternebewertungen. Konkret heißt: Was war die Sorge des Paares, und was ist stattdessen passiert? Wie du an solche Texte kommst, ohne unangenehm zu fragen, steht in Bewertungen als Fotograf sammeln.

8. Einsatzorte und Locations

Nenne deine Region und die Orte, an denen du regelmäßig arbeitest. Das ist gleichzeitig eine Information für das Paar und der wichtigste Baustein für lokale Suchen. Wer schreibt „Ich fotografiere im Umkreis von 100 Kilometern“, wird für keinen Ort gefunden. Wer die Orte nennt, für viele.

9. Kontakt, der in drei Sekunden zu finden ist

  • Formular mit fünf Feldern: Name, E-Mail, Datum, Ort, Freitext.
  • Ein Satz zur Reaktionszeit: „Ich melde mich innerhalb von 24 Stunden.“
  • Telefonnummer sichtbar im Kopf oder Fuß, antippbar am Handy.
  • Ein Hinweis, was als Nächstes passiert: Rückfrage, Telefonat, Angebot.

10. Häufige Fragen

Sammle die zehn Fragen, die dir Paare per Mail immer wieder stellen, und beantworte sie auf der Seite. Das spart dir Schreibarbeit und wird von Suchmaschinen gern angezeigt.

11. Pflichtangaben

Kein Ersatz für Rechtsberatung. Dieser Abschnitt fasst zusammen, worüber du dir Gedanken machen solltest. Was in deinem Fall gilt, hängt von Rechtsform, Angebot und Arbeitsweise ab. Im Zweifel lässt du deine Pflichtangaben von einer Anwältin, einem Anwalt oder bei IHK beziehungsweise Handwerkskammer prüfen.

Impressum und Datenschutzerklärung müssen leicht erkennbar und von jeder Seite aus erreichbar sein. Details in Impressum, Datenschutz und Bildrechte.

12. Technik, die man nicht sieht

  • Ladezeit unter drei Sekunden am Handy, Bilder auf etwa 2.000 Pixel lange Kante verkleinert.
  • Sprechende Dateinamen und Bildbeschreibungen.
  • Je Seite ein eigener Seitentitel und eine eigene Beschreibung.
  • Sprechende Adressen statt /seite-7.

Drei Dinge, die du weglassen darfst

  1. Die Ausrüstungsliste. Interessiert kein Paar. Was zählt, ist das Ergebnis.
  2. Der automatische Musikstart. Er kostet Besucher, nicht nur Sympathie.
  3. Der leere Blog. Drei Beiträge aus dem vorletzten Jahr wirken schlechter als gar kein Blog.

Die Reihenfolge zum Abhaken

Bausteine einer Hochzeitsfotografen-Website
#BausteinWas mindestens drin sein muss
1Erster BildschirmEin Bild, ein Satz: wen, wo, welcher Stil
2PortfolioDrei vollständige Arbeiten statt hundert Einzelbilder
3LeistungenJede Leistung benannt, mit Dauer und Umfang
4PreisMindestens ein Startpreis oder ein Rahmen
5StilWie du arbeitest, wie viele Bilder, wann geliefert
6Über michEin Bild von dir und drei ehrliche Absätze
7BewertungenZwei bis fünf konkrete Stimmen mit Namen
8OrteRegion und regelmäßige Locations namentlich
9KontaktFünf Felder, Reaktionszusage, Telefonnummer
10FragenDie zehn häufigsten Mailfragen beantwortet
11RechtImpressum und Datenschutz von jeder Seite erreichbar
12TechnikUnter drei Sekunden am Handy

Wenn du die Seite von Grund auf neu baust, geh die Checkliste zum Erstellen durch — sie ordnet diese Bausteine in die richtige Arbeitsreihenfolge.

Häufige Fragen

Soll ich meine Preise auf der Hochzeitsfotografen-Website nennen?

In den meisten Fällen mindestens einen Startpreis. Du bekommst weniger, aber passendere Anfragen. Die Gegenargumente und wann sie stimmen, stehen in Preise auf der Website zeigen.

Wie viele Hochzeiten soll ich im Portfolio zeigen?

Drei bis fünf vollständige Arbeiten reichen völlig. Wichtiger als Anzahl ist, dass jede Arbeit einen ganzen Tag erzählt — von der Vorbereitung bis zum Abend.

Brauche ich eine eigene Seite je Leistung?

Sobald du mehr als zwei Leistungen anbietest, ja. Eine Seite je Leistung ist für Besucher klarer und für Suchmaschinen der einzige Weg, dich zu „Standesamt Fotograf“ oder „Elopement Fotograf“ zuzuordnen.

Was ist der häufigste Fehler auf Fotografen-Websites?

Zu viele Bilder und zu wenig Aussage. Der zweithäufigste: keine Preisangabe und kein Hinweis auf die Reaktionszeit — beides erzeugt Unsicherheit genau in dem Moment, in dem jemand anfragen möchte.

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