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Instagram, Google oder Plattform? Wo Eventdienstleister Kunden gewinnen

Instagram, Google-Unternehmensprofil und Verzeichnisse leisten verschiedene Dinge. Was jeder Kanal bringt, was er kostet und warum keiner allein reicht.

Von Event ABC31.08.20266 Min. Lesezeit
Instagram, Google oder Plattform? Wo Eventdienstleister Kunden gewinnen

Kurz gesagt: Die drei Kanäle machen unterschiedliche Arbeit. Instagram baut über Monate Vertrauen auf und erreicht Menschen, die gerade nicht suchen. Ein Google-Unternehmensprofil fängt die Leute ab, die deinen Namen oder ein Gewerk plus Ort eintippen. Verzeichnisse erreichen die, die bereits ein Datum haben und vergleichen. Keiner der drei ersetzt die anderen. Für den Start ist die sinnvolle Reihenfolge meist: Google-Profil und Verzeichniseintrag zuerst, weil sie sofort wirken und wenig Pflege brauchen, und Instagram parallel und geduldig.

Alle Zahlen sind Bandbreiten, keine Angebote. Die Angaben zu Aufwand und Wirkung stammen aus dem, was Dienstleister in Gesprächen berichten, und aus öffentlich einsehbaren Anbieterangaben. Was bei dir funktioniert, hängt von Gewerk, Region und Saison ab.

Der Unterschied, auf den alles ankommt: die Absicht

Kanäle werden meistens nach Reichweite verglichen. Das ist die falsche Größe. Entscheidend ist, in welcher Verfassung jemand auf dich stößt.

  • Niemand sucht gerade. Auf Instagram scrollt jemand abends durch Bilder. Er hat vielleicht in zwei Jahren eine Hochzeit. Du baust Bekanntheit auf, keine Buchung.
  • Jemand sucht etwas Bestimmtes. Bei Google wird „DJ Hochzeit Bielefeld“ eingetippt. Die Person hat ein Anliegen und will heute eine Auswahl.
  • Jemand vergleicht schon. In einem Verzeichnis steht meist ein Datum fest, oft auch ein Budget. Hier entscheidet sich, wer angeschrieben wird.

Aus dieser Reihenfolge folgt fast alles Weitere: Ein Kanal mit hoher Kaufabsicht bringt wenige, aber ernsthafte Anfragen. Ein Kanal mit großer Reichweite bringt viel Aufmerksamkeit, aus der erst später etwas wird. Beides ist nützlich, aber nicht austauschbar.

Die drei Kanäle im Vergleich

Instagram, Google-Unternehmensprofil und Verzeichnis gegenübergestellt
KanalAbsicht des SuchendenAufwandWas er nicht kann
Instagramschaut, sammelt Ideen, kauft heute nichtshoch und dauerhaft — mehrere Beiträge pro Woche, Antworten in NachrichtenMenschen erreichen, die aktiv nach einem Anbieter suchen; wer dich nicht kennt, findet dich dort kaum
Google-Unternehmensprofiltippt Gewerk plus Ort ein oder sucht deinen Namenniedrig — einmal einrichten, dann Bewertungen und Angaben pflegenausführlich erklären, wie du arbeitest; für Angebot und Ablauf ist zu wenig Platz
Verzeichnishat ein Datum, vergleicht mehrere Anbieter nebeneinanderniedrig — Profil einmal ordentlich füllen, danach aktuell haltendir gehören; Aufbau und Regeln bestimmt der Betreiber

Was Instagram wirklich leistet

Instagram ist der stärkste Kanal, wenn es darum geht, dass jemand ein Gefühl für deine Arbeit bekommt. Bewegte Bilder von einer Tanzfläche, ein Ausschnitt aus einer Traurede, der Aufbau am Morgen — das zeigt in dreißig Sekunden, was drei Absätze Text nicht schaffen. Für Empfehlungen ist er ebenfalls wertvoll: Wer von einer Location oder einer Kollegin genannt wird, schaut fast immer zuerst dort nach.

Der ehrliche Teil: Instagram ist Arbeit, und zwar dauerhaft. Wer zweimal im Monat postet, wird nicht ausgespielt. Wer drei Monate durchhält und dann aufhört, hat die Zeit verloren. Dazu kommt, dass die Reichweite nicht dir gehört — die Regeln der Ausspielung ändern sich, ohne dass du gefragt wirst. Und der wichtigste Punkt für den Start: Auf Instagram sucht kaum jemand nach einem DJ für den 12. August. Er scrollt.

Sinnvoll ist Instagram deshalb als Vertrauensbeweis und als Ort, an dem Empfehlungen landen — nicht als erster Kanal, mit dem du Anfragen erzeugst.

Was ein Google-Unternehmensprofil leistet

Das Google-Unternehmensprofil ist der Eintrag, der bei einer Ortssuche in der Karte und im Kasten neben den Suchergebnissen erscheint. Es ist kostenlos, in etwa einer Stunde eingerichtet und braucht danach wenig Pflege. Für lokale Suchen ist es der direkteste Weg, überhaupt aufzutauchen — besonders für Gewerke, die Menschen mit Ortsbezug suchen.

Zwei Punkte sind zu beachten. Erstens verlangt Google in vielen Fällen eine Bestätigung, häufig über eine Postkarte an die hinterlegte Adresse; wer von zu Hause arbeitet, sollte sich vorher überlegen, welche Adresse er angibt und ob er sie ausblenden kann. Zweitens ist der Platz begrenzt: Pakete, Ablauf und Arbeitsweise lassen sich dort nicht erklären. Das Profil bringt Menschen zu dir, überzeugen musst du woanders. Die Einrichtung im Detail ist in Google-Unternehmensprofil für Fotografen beschrieben und läuft für andere Gewerke gleich ab.

Was Verzeichnisse leisten

In einem Verzeichnis triffst du Menschen an der Stelle, an der sie ohnehin vergleichen. Sie haben meist ein Datum, oft eine Vorstellung vom Budget, und sie schreiben mehrere Anbieter gleichzeitig an. Das hat drei praktische Folgen: Die Anfragen sind konkreter als anderswo, die Zahl der Anfragen ist kleiner, und du stehst sichtbar neben deinem Wettbewerb.

Der Aufwand ist gering, weil die Struktur vorgegeben ist — du füllst Felder aus, statt eine Seite zu bauen. Genau das ist auch die Grenze: Der Rahmen ist nicht deiner. Wie der Betreiber sortiert, welche Felder es gibt und was sich morgen ändert, entscheidest du nicht. Wer nur dort zu finden ist, baut auf fremdem Grund. Was ein Profil enthalten muss, damit es in dieser Umgebung überhaupt auffällt, steht in Eventdienstleister-Profil erstellen.

Warum kein Kanal allein reicht

Die drei Kanäle greifen ineinander, weil eine Buchung selten in einem Schritt entsteht. Ein typischer Weg sieht so aus: Jemand sieht deinen Namen auf der Empfehlungsliste einer Location, sucht dich bei Google, findet dein Unternehmensprofil mit vier Bewertungen, schaut sich danach deine letzten Beiträge auf Instagram an und schreibt dich schließlich über dein Verzeichnisprofil an, weil dort Preisrahmen und Einsatzgebiet stehen. Fehlt ein Glied, bricht die Kette an dieser Stelle ab.

Beispiel: Katrin, Hochzeitssängerin im Allgäu

Katrin hat im ersten Jahr fast nur auf Instagram gesetzt, weil sie dort Videos zeigen konnte. Nach zehn Monaten hatte sie gut neunhundert Abonnenten und drei Buchungen — alle drei aus dem Bekanntenkreis. Sie hat dann ein Google-Unternehmensprofil eingerichtet und ein Verzeichnisprofil angelegt, beides an einem Wochenende. In den folgenden vier Monaten kamen sieben Anfragen von Menschen, die sie vorher nicht kannten.

Instagram war dabei nicht umsonst: Fünf dieser sieben Anfragen erwähnten, dass sie sich vorher ihre Videos angesehen hatten. Der Kanal hat überzeugt, gefunden wurde sie woanders. Genau so ist die Arbeitsteilung gemeint.

Merksatz: Gefunden wirst du dort, wo gesucht wird. Überzeugt wirst du dort, wo du zeigen kannst, wie du arbeitest.

Eine sinnvolle Startreihenfolge sieht deshalb so aus: zuerst die Kanäle mit hoher Absicht und wenig Pflege, danach der Kanal, der Zeit braucht. Welche Wege es darüber hinaus gibt, steht in Die ersten Kunden gewinnen. Ob und wann eine eigene Website dazukommt, wägt Website oder Profil als Eventdienstleister ab, und wie du dein Gebiet dabei zuschneidest, zeigt In deiner Region sichtbar werden.

Häufige Fragen

Womit fange ich an, wenn ich nur Zeit für einen Kanal habe?

Mit dem Kanal, auf dem Menschen mit festem Datum unterwegs sind, also Google-Unternehmensprofil und Verzeichnis. Beide sind an einem Tag eingerichtet und brauchen danach wenig Pflege. Instagram lohnt sich, sobald du regelmäßig Material von echten Terminen hast.

Bringt Instagram überhaupt Buchungen?

Ja, aber selten direkt und selten schnell. Der Kanal wirkt vor allem als Nachweis: Wer dich empfohlen bekommt, schaut dort nach, ob du aktiv bist und wie du arbeitest. Als alleinige Quelle für neue Anfragen ist er für die meisten Gewerke zu langsam.

Wie viel Zeit kostet Instagram im Monat?

Realistisch sind mehrere Stunden pro Woche, wenn der Kanal wachsen soll — Material sichten, schneiden, schreiben, auf Nachrichten antworten. Wer diese Zeit nicht dauerhaft hat, fährt mit weniger Kanälen und mehr Pflege besser als mit vielen halb gepflegten.

Kostet ein Google-Unternehmensprofil etwas?

Das Profil selbst ist kostenlos. Aufwand entsteht bei der Bestätigung und danach beim Pflegen von Angaben und Bewertungen. Überleg dir vorher, welche Adresse du angibst, wenn du von zu Hause aus arbeitest.

Soll ich auf mehreren Plattformen gleichzeitig sein?

Lieber zwei gepflegte Auftritte als fünf halbe. Wichtig ist, dass Leistungen, Einsatzgebiet und Preisrahmen überall dasselbe sagen. Widersprüche zwischen deinen Auftritten kosten mehr Vertrauen als eine fehlende Präsenz.

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